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DER BEWERBUNGSPROZESS

Vor meiner Bewerbung bei Transfer Partners hatte ich mein Anforderungsprofil für mein Wunschpraktikum definiert. Darauf aufbauend und nach der Internetrecherche war mir schnell klar, dass Transfer Partners eine Wunschadresse war. Denn ich wollte in einer mittelständischen Corporate Finance Beratung arbeiten, in der die Büros der Partner offen sind und man unmittelbar in das unternehmerische Denken durch Mitarbeit im operativen Geschäft hereinwachsen kann.

 

Knapp zwei Wochen nach Versand meiner Bewerbungs-
unterlagen erhielt ich einen ersten unverbindlichen Anruf. In diesem stellte ich mich vor, erläuterte mein Interesse an einem Praktikum im Bereich M&A und wurde darüber hinaus mit allgemeinen Fragen zur Unternehmensbewertung sowie zum Studium konfrontiert. Im nächsten Schritt musste ich eine Fallstudie bearbeiten. Im Nachhinein würde ich sagen, dass bei der Erarbeitung sowohl die Fähigkeiten zur Internetrecherche, eine differenzierte Herangehensweise, ein strukturierter Lösungsweg als auch eine formal saubere Darstellung in Power Point abgefragt wurden. Bereits einige Tage später bekam ich dann die finale Zusage und es konnte losgehen...  

 

DIE ERSTEN WOCHEN...

Vier Wochen später und nachdem ich schnell eine Wohnung in Düsseldorf gefunden hatte, konnte ich endlich in meinem Praktikum durchstarten. Am ersten Tag, nach einem kurzen Kennenlernen, wurden mir weitere allgemeine Tätigkeiten sowie die Strukturierung der eigenen Datenbank erklärt. Ich hatte direkt meinen eigenen Arbeitsplatz mit Emailaccount.

 

Schon am zweiten Tag wurde ich ins kalte Wasser geschmissen und in das erste Projekt integriert. Die zur Verfügung stehenden übersichtlichen Unterlagen von anderen Projekten ermöglichten mir dabei einen sehr schnellen und guten Einblick in die Praxis und ich fing an, mich einzuarbeiten. In den ersten Tagen hatte ich während der Erstellung einer Longlist (Überblick über potentielle Investoren für unseren Mandanten) Zeit, mich in die Materie einzulesen. Dabei konnte ich jederzeit die Kollegen mit Fragen löchern, so dass meine Lernkurve dank der Unterstützung steil nach oben ging.

 

In der ersten Woche wurde mir viel Zeit gelassen, das Vorgehen sowie einzelne Arbeitsschritte zu verstehen. In den darauffolgenden Wochen war ich schon fest in die operative Projektarbeit eingebunden. Sehr schnell heißt es, alleinverantwortlich Teilprojekte zu übernehmen und ich beschäftigte anfangs mich mit einer ausführlichen Marktanalyse sowie mit der Darstellung von Kunden- und Mitarbeiterstrukturen, welche Bestandteil eines Information Memorandum sind. Wenn es einmal hakt, ist natürlich Unterstützung da und ich wurde fortlaufend von den erfahrenen Kollegen betreut. Die Verantwortung und Einhaltung der Deadlines in meinen Themen lag vom Start weg bei mir.  

 

DIE PRAKTIKUMSZEIT...

Während meiner gesamten Praktikumszeit war ich fest im Projektgeschäft integriert. Dabei lernte ich die verschiedensten Branchen sowohl im Rahmen von Kauf- als auch Verkaufs-
projekten kennen. Begeistert hat mich dabei vor allem die Zusammenarbeit mit den Kollegen. Wir haben uns im Projektteam immer gegenseitig unterstützt und die Teammitglieder haben mich von Anfang an ernst genommen: Ich durfte verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen und konnte dadurch einen wichtigen Beitrag zum Projekterfolg leisten.

 

Die Möglichkeit, sich in kurzer Zeit in neue Themen einzuarbeiten und ein breites Wissen für einzelne Märkte zu entwickeln, empfand ich als besonders spannend. Zu meinen Aufgaben bei der Unterstützung des Teams zählten u.a. die Erstellung von Longlists, Marktanalysen, Unternehmens-
bewertungen, Peer Group Analysen, erste telefonische Kontaktaufnahmen und Ansprachen von Entscheidungsträgern bei Corporate Finance relevanten Themen - um nur ein paar Aufgabenstellungen zu nennen...

 

Ein Highlight in meinem Praktikum war auch der Kontakt mit Mandanten vor Ort. Dort konnte ich sehr viel über die Verhandlungsführung sowie die allgemeine Kommunikation zwischen Berater und Mandant lernen. Außerdem durfte ich einen Teil der erarbeiteten Ergebnisse selbst vorstellen, was ich als wichtigen Schritt in meiner Entwicklung zu einem „echten“ Berater empfand.  

 

ALLGEMEINE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Arbeitszeiten bei Transfer Partners entsprechen definitiv keinem nine-to-five-Job. Gerade unmittelbar vor Abgabe einer Präsentation saß ich auch öfter bis spät abends an meinem Arbeitsplatz – natürlich nicht allein. Das Projektgeschäft erfordert, dass Termine eingehalten werden. Somit ist eine der Grundvoraussetzungen für ein Praktikum bei Transfer Partners eine hohe Einsatz- und vor allem Lernbereitschaft.

 

Weitere für mich brauchbare Eigenschaften während meines Praktikums bei Transfer Partners waren neben der Teamfähigkeit, das analytische und strukturierte Denken, sorgfältiges und genaues Arbeiten sowie Kommunikationsstärke. Ein fließendes Englisch war vor allem bei Telefongesprächen mit ausländischen Unternehmen sowie bei der Recherche im Internet hilfreich und wichtig. Da ein Großteil der Mandanten im deutschsprachigen Raum angesiedelt ist, sind hervorragende Deutschkenntnisse natürlich ebenfalls ein Muss.

 

Zum Zeitraum kann man sagen: je länger, desto besser. Da ich fast sechs Monate bei Transfer Partners war, hatte ich das Glück, einen ganzheitlichen Einblick in den Prozess eines M&A Deals zu erhalten, d.h sämtliche Projektstufen in Akquisitions- sowie in Verkaufsmandaten.  

 

FAZIT 

Ich bin der Meinung, dass ein Praktikum bei Transfer Partners für Studenten geeignet ist, die sich mit der komplexen Thematik des Corporate Finance bzw. M&A-Geschäfts umfassend beschäftigen möchten. Mir hat das Praktikum sehr gut gefallen und ich kann die Chance, gleichzeitig den echten Unternehmergeist kennenzulernen, nur weiterempfehlen.

 

Ich denke, dass es mich persönlich weitergebracht hat, Verantwortung übernehmen zu dürfen und gleichzeitig eigene Ideen zu entwickeln. Schon ein Unterschied, wenn man sein Wissen plötzlich in der Praxis anwenden kann! Die Stimmung war top und die Arbeit hat viel Spaß gemacht! Generell kann ich sagen, dass ein Tag sehr schnell vergeht. Kein Tag ist wie der andere und es kommt niemals Langeweile auf, das kurbelt die Motivation gleich nochmal an. Wenn ich heute mit dem Zug fahre, kann ich bei vielen mittelständisches Unternehmen am Schienenrand erklären, was diese machen, wie groß diese sind und mit welchen Unternehmen sie wirtschaftliche Beziehungen haben… Und Düsseldorf?  

 

Toni Stork, Universität Mannheim (Hauptstudium Betriebswirtschaftslehre)